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Projektmanagement als Erfolgsfaktor

Quelle : http://www.alphacon.ch/news/forum/toc.html

Ausgangslage
Das Projekt Internetauftritt ist ein komplexer und herausfordernder Arbeitsbereich. Der Projektleiter sieht sich konfrontiert mit vielfältigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, denen es in einem Spannungsfeld von Auftraggeber, Management und Projektmitarbeitern gerecht zu werden gilt. Die Ergebnisse müssen rasch erzeugt werden und qualitativ hochstehend sein. Den Projektleitern stehen knappe Zeit- und Ressourcenbudgets zur Verfügung.

Es kann nicht genügen, dem Projektmanager ein Instrumentarium für die Terminplanung zur Verfügung zu stellen, sondern er muss Unterstützung für sämtliche die Projektarbeit betreffenden Prozesse erhalten.

Welche Ziele gilt es zu erreichen?
Es ist zentrale Aufgabe eines Projektmanagementprozesses, die durch ein Qualitätsmanagementsystem definierten Anforderungen in der täglichen Arbeit umzusetzen. Projektmanagement ist also der eigentliche Umsetzungsprozess bezüglich Projektinitialisierung, Projektplanung sowie Projektdurchführung, der auf möglichst einfache, risikogerechte und wirtschaftliche Weise vollzogen werden soll. Um die geschilderten Probleme zu überwinden, muss den Projektleitern ein Instrumentarium (Vorlagen, Werkzeuge) bereitgestellt werden, das auf die firmenspezifischen Anforderungen abgestimmt ist. Die folgenden Hauptziele gilt es zu erreichen:

  • Es liegen klare, praxisorientierte und einheitliche Vorgaben für die Dokumentation der Planungsergebnisse und die Durchführung der Planungsprozesse (Qualitäts- und Projektplanung, Berichtswesen) vor.
  • Diese einheitlichen Arbeitsvorlagen (Templates) unterstützen den Projektleiter in seiner täglichen Arbeit optimal, zeigen ihm klar, was verlangt wird und nehmen ihm die formellen Arbeiten ab.
  • Die Projektleiter werden bei der Anwendung und Umsetzung der Vorlagen mit minimalem Lernaufwand und möglichst geringen wiederkehrenden administrativen Arbeiten belastet.
  • Möglichst alle Standards und Richtlinien sind selbsterklärend in den Arbeitsvorlagen integriert, sodass die Erstellung eines Richtlinienhandbuchs überflüssig ist.

Das erfolgsversprechende Konzept
Eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die Projektmanagement-Instrumente angewendet, professionalisiert und weiterentwickelt werden, ist die Unterstützung durch das Management und die Akzeptanz durch die Projektleiter. Das Management muss die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen und gegebenenfalls finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, beispielsweise für konzeptionelle Arbeiten, Beschaffung und Anpassung von Softwareprogrammen, Ausbildung von Führungskräften, Projektleitern und Mitarbeitern. Bei der Gestaltung der Arbeitsvorlagen (Templates) ist es wichtig, die Vorteile, die ein Standard bietet optimal zu nutzen. Für die Projektplanung wird sinnvollerweise eine gängige Standard-Software verwendet. Die Benutzeroberfläche des einzusetzenden Projektmanagement-Tools soll jedoch soweit angepasst (customized) werden, dass der Projektleiter mit einem minimalen Planungsaufwand ein Maximum an Projektinformationen liefern kann. Alle Projektleiter planen demzufolge mit derselben Methode und Oberfläche. Die zu erstellenden Auswertungen werden standardisiert, können makrogesteuert erstellt werden und befriedigen die Bedürfnisse eines minimalen und effizienten Berichtswesens. Das Projektmanagement-Konzept beinhaltet die Definition und Beschreibung folgender Aspekte:

· Planungsergebnisse : Klare Beschreibung der Planungsergebnisse bezüglich Inhalt, Form und Periodizität, z.B.: Projektplan, Qualitätsplan, Projektantrag, Projektauftrag, Arbeitsrapport, Monatsrapport.
· Planungsprozess: Festlegung der Planungs- und Kontrollprozesse, z.B. Milestone-Management, Progress-Management, Reviews.
· Aufbauorganisatorische Massnahmen: Definition von Rollen, Gremien und deren Aufgaben und Verantwortung.

Ergebnisorientierte Planung als Denkhaltung
Ein Projektplan besteht üblicherweise aus hunderten von Aktivitäten, die weder priorisiert noch klassifiziert sind, wodurch eine aussagekräftige Projektfortschrittskontrolle gar nicht möglich ist. Bei der Beurteilung eines Projektes ist nur der Erfüllungsgrad der einzelnen Ergebnisse von Bedeutung. Der Auftraggeber und der Projektleiter müssen sich einig sein, welche Ergebnisse mit welchen Anforderungen für die Zielerreichung notwendig sind. Dies ist eine grundsätzliche Voraussetzung, damit ein Projekt überhaupt gestartet werden darf. Die mit dem Auftraggeber vereinbarten Ergebnisse müssen transparent in der Projektplanung ersichtlich sein. Sinnvollerweise werden die Ergebnisse je nach Bedeutungsgrad klassifiziert und mit entsprechenden Akzeptanzkriterien versehen. Die applikatorisch wichtigsten Ergebnisse bezeichnen wir als Lieferobjekte. Das primäre Ziel eines jeden Projektes besteht darin, die Lieferobjekte gemäss vereinbarten Akzeptanzkriterien zu erstellen und termin- und kostengerecht abzuliefern.

Fazit
Projektmanagement-Methoden und -Standards können in festgeschriebener Form mittels Werkzeugen praxisnah zur Verfügung gestellt werden. Um jedoch den firmenspezifischen Bedürfnissen und Anforderungen an ein Qualitätssystem gerecht zu werden und den Erstellungsaufwand der Projekt- und Produktdokumente zu minimieren, ist eine entsprechende Anpassung der Werkzeuge oft unerlässlich. Der vorliegende Lösungsansatz bildet die Basis für den Aufbau eines Projektmanagement-Systems auf klaren, praxisorientierten Richtlinien und einheitlichen, werkzeugbasierenden Arbeitsvorlagen. Somit ist eine entscheidende Voraussetzung geschaffen, um die Transparenz der Projektarbeit massiv zu erhöhen und die Qualität-, Termin- und Kostentreue der Projekte entscheidend zu steigern.

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