infoworks - Startseite
infoworks
Profil Produkte Ressourcen Kooperationen infoworks
infoworks
     
Webdesign
Promotion
Projektmanagement
eCommerce

infoworks

Manöverkritik

Aus Fehlern lernen. Nach Abschluss eines Projekts gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten für Dienstleister und Auftraggeber:
Erstens: Beide Parteien bedanken sich für Auftrag und Leistung und wenden sich wieder ihrem Tagesgeschäft zu. Allerdings profitieren weder Dienstleister noch Auftraggeber über die Steigerung des Umsatzes oder den erfolgreichen Abschluss des Projekts hinaus von der Geschäftsbeziehung. Insbesondere kreative Internetprojekte führen mitunter zu einer engen Zusammenarbeit von Mitarbeitern des beauftragenden und des beauftragten Unternehmens. Aus dieser engen Zusammenarbeit erwächst ein hohes Maß an Bekanntschaft und Kenntnis über die Arbeitsweise der jeweils anderen Partei. Es kann daher eine wertvolle Erfahrung oder Anregung zur Reflexion des eigenen Verhaltens sein, wenn sich beide Geschäftspartner nach Abschluss eines Projekts gegenseitig die Eindrücke der Zusammenarbeit mitteilen. Dieses ist die zweite Möglichkeit, ein Projekt zu beenden.

Diese Manöverkritik, die durchaus auch emotionale Aspekte der Zusammenarbeit zum Thema haben kann, sollte ehrlich und offen, aber mit einer grossen Portion Sensibilität durchgeführt werden. Auf diese Weise können Dienstleister und Auftraggeber ihr jeweiliges Verhalten und möglicherweise sogar ganz Arbeitsprozesse für zukünftige Projekte optimieren, was zu einem immer entspannterem Arbeiten und schliesslich zu einer erheblichen Zeit- oder Kostenersparnis führen kann.

Abschlussgespräche sollten zwischen sorgfältig ausgewählten Vertretern aller Parteien geführt werden, die vorher die Anregungen von allen Beteiligten aus ihrem Lager gesammelt haben.

Vorteile einer Manöverkritik

  • Der Dienstleister stellt seine Arbeitsweise optimaler auf den Kunden ein.
  • Aufträge werden vom Dienstleister zukünftig besser interpretiert.
  • Projektergebnisse werden näher an den Ansprüchen des Auftraggebers erarbeitet oder präsentiert
  • Der Dienstleister kann durch ein präziseres Briefing konkretere Kalkulationen durchführen
  • Eventuelle personelle Schwachstellen werden offenbart und können professionalisiert werden.
  • Kostenintensive Schwachstellen im Projektmanagement (häufige Korrekturen, Nicht-Einhaltung von Terminen, Häufiger Meinungswechsell etc.) können erkannt und beseitigt werden.
  • Das Verständnis für die Arbeitsweise des Geschäftspartners wird erhöht.

Offene Fragen und spezifische Merkmale der Zusammenarbeit
Ein offenes Gespräch ist für eine Rückmeldung über Verhalten sicherlich unerlässlich. Dennoch sollte sich die Manöverkritik nicht zu sehr in persönliche Ebenen abspielen, sondern objektiv auf die professionelle Beziehung ausgerichtet sein. Neben offenen Fragen sollten gezielt definierte Aspekte des Projekts abgefragt werden:

  • Zuverlässigkeit
    (Wurden auf beiden Seiten alle Zusagen eingehalten)
  • Ergebnisorientierte Arbeitsweise
    (Hatten beide Parteien den Eindruck von einer strukturierten und durchdachten Arbeitsweise des jeweiligen Geschäftspartners? Wie wurde mit offensichtlichen Mängeln in der Strukturiertheit umgegangen?)
  • Pünktlichkeit
    (Übergabe von Materialien, Abgabe von Teilschritten, Unterschrift und Übergabe von Verträgen, Rechnungsausgleich)
  • Flexibilität
    (War der Dienstleister bereit, z.B. angesichts hohen Zeitdrucks, auch nachts zu arbeiten? Wie ging der Dienstleister mit Ansprüchen um, die sich während des Projekts änderten? Konnte der Auftraggeber auch alternative Lösungsmöglichkeiten oder unorthodoxe Methoden verstehen und akzeptieren?)
  • Präzision
    (Briefing, Formulierung der Ansprüche, Projektergebnisse)
  • Kreativität
    (des Dienstleisters)
  • Kostenkontrolle
    (Hat der Dienstleister seine kalkulierten Kosten einhalten können? Konnte der Auftraggeber alle gewünschten Positionen von Anfang an benennen? Wie wurde mit zusätzlich auftretenden Positionen umgegangen?)
  • Persönliche Umgangsformen
    (Wurde trotz intensiven Zeitdrucks stets ein sachlicher Ton gewählt? Wie ging der Dienstleister mit Kritik oder zusätzlichen Korrekturwünschen um? Gelang es dem Dienstleister, auch den Auftraggeber zu kritisieren? Konnte der Auftraggeber die Kritik zwischen punktueller Kritik an einzelnen Aspekten und globaler Kritik am Gesamtprojekt differenzieren?)
  • Positiva
    (Es sollten unbedingt auch die positiven Aspekte der Zusammenarbeit erwähnt werden, damit diese von beiden Parteien beibehalten und weiterentwickelt werden können.)
  • ...

Eine professionell und sachlich durchgeführte Manöverkritik, die unbedingt einem zeitlichen Limit unterliegen sollte (abhängig vom Projektumfang, aber maximal eine Stunde), kann zu einer hohen Kundenbindung für den Dienstleister und zu einer kosteneffektiven Agenturarbeit für den Auftraggeber führen. Abschlussgespräche sollten auch nach Projekten geführt werden, die vermeintlich reibungslos abliefen. Bei einer langfristigen Zusammenarbeit sollten diese "Feedback"-Sitzungen in regelmässigen Abständen (z.B. alle 3 Monate) durchgeführt werden.

Ein regelmässiger, offener Austausch führt zu einer effektiven und entspannten Zusammenarbeit, die für alle Parteien nur Vorteile birgt.

01.02.2003, //infoworks

 


Profil I Produkte I Ressourcen I Kooperationen I Kontakt I Impressum

(c) 02.10.2004, infoworks, internet marketing&networks, Hannover, Germany
Tel.: +49-511-60 48 00 11, Fax: +49-511-60 48 00 12, http://www.infoworks.de