|
 |
Grundlagen der Bannerwerbung, Gestaltung von Bannerwerbung
Grundlagen
zur Bannerwerbung
Bannerwerbung ist aufgrund zahlreicher Faktoren, die für das Gelingen
verantwortlich sind, ein sehr kritisches und schwieriges Thema.
Neben einer ansprechenden Gestaltung, einer gelungen Aussage und
einer technisch einwandfreien Umsetzung ist vor allen Dingen eine
kluge Mediaplanung für den Erfolg der Bannerwerbung maßgeblich.
Der Erfolg einer Bannerkampagne
läßt sich nicht voraussagen. Trotzdem kann die Klickrate unter
Berücksichtigung nachfolgender Aspekte deutlich gesteigert werden.
Zielsetzung
des Banners
Neben einer möglichst hohen Klickrate auf das jeweilige Banner,
gibt es Konzepte, das Image einer Marke oder eines Produktes einer
möglichst breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, wobei der Wiedererkennungseffekt
im Vordergrund steht. Diese Art der Banner wird Brandingbanner
genannt.
Eine hohe Klickrate
auf ein Banner wird meistens durch das Stellen offener Fragen
oder die Einbindung von Responseelementen erreicht. Animationen
oder die Simulation von Buttons sollen den Betrachter neugierig
machen und ihn zum Klick auf das Banner bewegen.
Gestaltung
des Banners
Die Gestaltung des Banners sollte nach werbepsychologischen Grundregeln
erfolgen. Dabei folgt die Kreation eines Banners ähnlichen Prinzipien
wie die Gestaltung einer Anzeige. In beiden Fällen muß mit der
Anzeige, bzw. dem Banner erreicht werden, daß der Betrachter,
dessen Blick nur zufällig eingefangen wird, auf einen Blick für
die transportierte Aussage interessiert. Dies setzt in erster
Linie voraus, daß die Aussage des Banners sofort erfaßt werden
kann. Es gibt Ansätze, die das Interesse des Benutzers durch eine
wunderschöne optische Gestaltung des Banners zu erlangen suchen.
Da Design aber in letzter Konsequenz eine Frage des Geschmacks
bleibt, empfehlen wir eine plakativere und direktere Darstellung
der Aussage.
Die Zielsetzung des
Banners bestimmt letztlich den Gestaltungsrahmen eines Banners.
Abhängig von der intendierten Wirkung eines Banners werden verschiedene
Werbewirkungsmodelle zur Gestaltung herangezogen. Die Werbewirkungsmodelle
fußen größtenteils auf dem Axiom, daß Menschen auf ein Werbeelement
(Anzeige, Plakat, etc.) als Ganzes und nicht nur auf Teile davon
reagieren. Wahrnehmung setzt sich gestaltpsychologisch nicht additiv
aus Einzelelementen zusammen, sondern folgt einer spontanen Tendenz
zur gestalthaften Strukturierung. Deshalb ist Wahrnehmen kein
passiver Vorgang, sondern eher ein aktives Interpretieren. Die
Speicherung des Wahrgenommenen - das Lernen - ist dementsprechend
nicht die Folge von passiv aufgenommenen, oftmals wiederholten
Inhalten, sondern Ergebnis von Vorgängen, an denen die gesamte
Psyche beteiligt ist. Die Bannergestaltung sollte daher immer
die Gesamtwirkung im Auge behalten. Der Wahrnehmungswert des Banners
hängt entgegen laienhafter Annahmen weder von einem Blickfang,
noch von einem einzelnen, reizstarken Gestaltungselement ab, da
sich die Wahrnehmungsfelder nach Gestaltgesetzen im Betrachter
selbständig gliedern. Eine Figur hebt sich von unstrukturiertem
Grund ab und gewinnt damit z.B. zuerst den Fokus der Betrachtung.
Der Lerneffekt einer Werbebotschaft ist daher stärker von der
sinnvollen Gliederung als von häufigen Wiederholungen abhängig.
Das Werbemittel als Ganzes vermittelt eine Gefühlswirkung. Das
additve Hinzufügen von einzelnen Elementen, die ebenfalls Emotionen
wecken sollen, bleibt daher meistens wirkungslos, wenn diese sich
nicht in die Gesamtwirkung integrieren.
Dramaturgie
Die Werbewirkung ist das Ergebnis der Abfolge voneinander isolierbaren
Einzelwirkungen oder Teilmengen von Einzelwirkungen. Eine klassische
vierstufige Strukturierung eines Werbewirkungsmodells ist die
AIDA-Formel von E. Lewis aus dem Jahre 1898. Das Eintreten der
Wirkung einer Stufe ist Voraussetzung für die Wirkung der nächsten
Stufe:
A - Attention:
In dieser Stufe wird versucht, die Aufmerksamkeit des Betrachters
zu erreichen, der das Werbeelement, meist nur flüchtig wahrnimmt.
Es kommen Blickfänge (Eyecatcher) zum Einsatz. Der Blickfang kann
Bild, Text, Farbe oder ein anderes Gestaltungsmittel sein. Hier
ist der Name Programm. Vorsicht ist jedoch vor dem sogenannten
Vampir-Effekt geboten: Ein Blickfang oder eine zentrale Aussage
ist so dominant, daß sie von der eigentlichen Absicht des Werbeelements
ablenkt.
I - Interest:
Nachdem der Betrachter das Werbeelement wahrgenommen hat, muß
in Bruchteilen von Sekunden sein Interesse geweckt werden, so
daß er sich weiterhin mit diesem Element beschäftigen möchte.
D - Desire:
Das Werbeelement sollte im Betrachter den Wunsch wecken, das beworbene
Produkt oder die Information zu besitzen. Über die zunächst emotionale
Ebene soll schließlich der Verstand angesprochen werden, so daß
der Betrachter selbständig nach der nächsten Stufe sucht...
A - Action:
"Was muß ich tun, um das Produkt / die Information zu erhalten?"
Es ergibt sich für
die Bannerwerbung eine Ausrichtung der Botschaft an den Ansprüchen
der Zielgruppe:
- Vorteilsversprechen:
"Was habe ich für einen Vorteil, wenn ich auf dieses Banner
klicke?" Grundmotive können sein:
- Mehr Vermögen
- Erleichterung
von Prozessen im Privatleben oder während der Arbeit
- Günstigere oder
kostenlose Dienstleistungen oder Produkte (Download)
- Aussicht auf
Gewinne (Gewinnspiele)
- Neugier: "Hier könnte
sich etwas Neuartiges verbergen, das ich gerne kennenlernen
möchte."
- Weglassen von
Textpassagen
- Ausschnittsweise
Darstellung von Bildern
- Grenzüberschreitung:
"In der Anonymität des Internets kann ich auch mal Plätze betreten,
auf denen ich mich im realen Leben nicht blicken lassen würde
oder mit Menschen sprechen, die ich sonst nicht ansprechen würde."
- Erotische Inhalte
- Online Games
- Chaträume
- Dialog zu Fremden
- Unterhaltungswert:
"Hier wird mir Spaß und Unterhaltung geboten."
- Interaktive
Spiele
- Multimedia
- Gewinnspiele
- Download von
Bildschirmschonern, etc.
- Selbstdarstellung:
"Hier habe ich die Möglichkeit, meine Meinung zu äußern, zu
veröffentlichen, etc."
- Foren
- Gästebücher
- Meinungsbroker
- "Leserbrief
des Tages"
- Meine eigene
Homepage
Es haben sich offene
Fragen bei der Bannergestaltung bewährt. Offene Fragen veranlassen
den Leser, die Frage für sich selbst zu beantworten, in diesem
Moment ist der Leser schon damit beschäftigt, sich mit dem Banner
zu beschäftigen. Eine reine Feststellung hingegen kann schnell
überlesen werden. Integrieren Sie die Möglichkeit, die Frage mit
einem Klick zu beantworten. Dies können Sie z.B. dadurch erzielen,
indem Sie zwei Buttons mit der Beschriftung Ja/Nein einbauen.
Durch die Möglichkeit, die Frage mit einem Klick zu kommentieren,
fordern Sie den Leser auf, aktiv zu werden, dies ist besonders
wichtig.
Das Layout und Design
des Banners erfolgt nach Festlegung der Zielgruppe, der individuellen
Ansprache dieser Zielgruppe, durch die Ausrichtung der Botschaft
an den Ansprüchen der Zielgruppe innerhalb des Formats, das der
Webseitenbetreiber, auf dessen Site das Banner dargestellt werden
soll, vorgibt.
Bannerformat
Die Größe eines Banners wird in Pixeln bemessen. Es haben sich
verschiedene Standardformate entwickelt:
Amerikanische Standardformate:
- 468x60 => Full Banner
- 392x72 => Full Banner
with Vertical Navigation Bar
- 234x60 => Half Banner
- 125x125 => Square
Button
- 120x90 => Button
1
- 120x60 => Button
2
- 88x31 => Micro Button
- 120x240 => Vertical
Banner
Deutsche Standardformate
des VDZ (Verlag der Zeitungsverleger):Deutsche Standardformate
des VDZ (Verlag der Zeitungsverleger):
- 75x75 => Kleines
Quadrat
- 125x125 => Großes
Quadrat
- 137x60 => Kleiner
Button
- 130x80 => Großer
Button
- 400x50 => OMS Banner
- 156x60 => Drittel
Banner
- 234x60 => Halbes
Banner
- 468x60 => Volles
Banner
Ein Gewicht zwischen
10 und 15 KB wird bei den meisten Sites akzeptiert. Banner, die
ein Gewicht von mehreren KB aufweisen laufen Gefahr, vom Benutzer
überhaupt nicht gesehen zu werden, weil er so schnell weitergeklickt
hat, bevor das Banner vollständig dargestellt wurde. In diesem
Zusammenhang sollten Banner, die als GIF-Datei vorliegen, immer
mit der Option "Interlaced" gespeichert werden. (Die Grafik baut
sich Zeile für Zeile auf und gewinnt nach und nach an Schärfe.
Der Vorteil ist, daß der Benutzer sofort etwas zu sehen bekommt,
bevor die Grafik komplett geladen wurde.)
Profil
I Produkte I Ressourcen
I Kooperationen I
Kontakt I Impressum
|