|
Das Blickverhalten von Internetsurfern
Das Handelsblatt berichtet
von einer Studie von Professor Günter Silberer vom Institut
für Marketing und Handel an der Universität Göttingen.
Die Studie beschäftig sich mit der Informationsaufnahme am
Monitor. Es käme im Internet-Wettbewerb immer mehr darauf
an, nicht nur Kontaktzahlen zu beachten, sondern das konkrete
Surfverhalten der Netznutzer zu kennen. Die konkrete Kenntnis
dieses Verhaltens ermöglicht es den Webdesignern, die Inhalte
der Webseite so zu präsentieren, daß sie bequem rezipiert
werden können und die Dramaturgie der Seite aufrechterhalten,
vor allen Dingen aber die Aufmerksamkeit der Besucher auf die
wesentlichen Komponenten zu lenken.
Professor Silberer
hat die "Medien- und Rechnergestützte Interaktions-Analyse"
(Merian) entwickelt, schreibt das Blatt. Diese Analyse bestehe
aus einer Kombination von vier Verfahren : Blickregistrierung,
kameragestützte Nutzerbeobachtung, Logfile-Aufzeichnung und
integrierte Nutzerbefragung.
Laut Mitteilung des
Handelsblattes beziehen sich die folgenden Ergebnisse auf die
ersten drei Surfminuten :
- Bei der Betrachtung
von Inhalten dominiere mit 41% Zeitanteil der Text, wobei
auch die Headlines mit 13% Zeitanteil große Beachtung
fänden.
- Die Suche und Betrachtung
von Navigations- und Interaktionsmöglichkeiten
läge bei 29%.
- Der Nutzungsanteil
bei Bildern mache einen Anteil von 11% und der Anteil
von Animationen von 6% aus.
- Dementsprechend
verwende der Netznutzer fast ein Drittel seiner Zeit zur Orientierung
und Steuerung, mehr noch wenn auch die Betrachtung von Headlines
zur Orientierung gezählt würde (42%).
Das Handelsblatt schreibt,
man könne davon ausgehen, daß der Orientierungsbedarf
bei den ersten Sichtkontakten mit einer neu aufgerufenen Seite
besonders hoch sei. In dieser Phase interessierten die Betrachtungshäufigkeiten
im Vergleich mit den Durchschnittswerten über alle Seitenkontakte.
Es hätten sich folgende Resultate ergeben :
Es hat sich gezeigt,
daß Headlines eine überragende Funktion als Orientierungshilfe
und schnelle Vorabinformation bei den ersten Seitenkontakten innehaben,
interpretiert Professor Silberer die Ergebnisse. Navigationselemente
kämen hier erst an zweiter Stelle. Überraschend sei
für den Forscher, daß weder Bilder noch Animationen
mit einer gesteigerten Beachtung rechnen können.
Profil
I Produkte I Ressourcen
I Kooperationen I
Kontakt I Impressum
|