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Grafiken im Internet

Aufbau von Grafiken
Digitale Bilder im Internet setzen sich aus Einzelpunkten zusammen, die nach folgendem Schema angeordnet sind: Breite x Pixel mal Höhe y Pixel mal Tiefe z Pixel. Die Tiefe bezeichnet dabei die Farbtiefe, das heißt die Anzahl der möglichen Farbwerte pro Pixel. Daraus folgt, daß die Dateigröße eines Bildes proportional zur Größe und Farbtiefe steigt. Die Farbtiefe wird in Bit angegeben. Aus der Angebe der Farbtiefe läßt sich die Farbanzahl berechnen, wenn man den Bitwert als Exponenten von 2 verwendet. Zum Beispiel bedeutet eine 8Bit Farbtiefe eine Farbanzahl von 256 : 2 hoch 8 ist gleich 256.

Auflösung
Schließlich ist die Auflösung maßgeblich am Datenumfang des Bildes beteiligt. In der Auflösung wird festgelegt, wie viele Pixel auf einer physikalisch definierten Fläche dargestellt werden können. Die Auflösung wird in dpi (dots per inch) oder in ppi (pixel per inch) gemessen. Im Internet ist eine Auflösung von 72 dpi üblich, da dieser Wert einen guten Kompromiß zwischen qualitativ akzeptablem Erscheinungsbild und geringer Dateigröße darstellt.

Grafikformate
Grafiken werden auf Webseiten im allgemeinen im JPG- oder GIF-Format angezeigt. Für die korrekte Farbwiedergabe ist es daher notwendig, zu verstehen, wie diese Formate mit Farben umgehen.

JPEG (Joint Photographic Experts Group)
Kompression JPEG bezeichnet kein Dateiformat, sondern ein Kompressionsverfahren. In diesem Kompressionsverfahren werden Flächen mit ähnlichen Farbtönen zusammengefaßt: Pixel, die innerhalb einer gewissen Farbtoleranz liegen, werden an den Mittelwert der Gesamtfläche, die innerhalb dieser Toleranz liegt, angepaßt. Daraus ergibt sich ein relative hoher Qualitätsverlsut, der besonders bei einfarbigen Flächen zu Fehldarstellungen führt. Die hohe mögliche Kompressionsrate von bis zu 20:1 ermöglicht aber die Bereitstellung auch größerer Fotos über das Internet, denn die Ladezeiten werden auf diese Weise natürlich maximal auf ein Minimum reduziert. Ein wichtiger Nachteil der JPEG-Kompression ist, daß bei jedem erneuten Speichern und Komprimieren der Dateien zusätzliche Qualitätsverluste eintreten. JPEG sollte daher ausschließlich als Export-Format benutzt werden, während Bearbeitungen des Bildes ausschließlich an einer unkomprimierten BMP oder TIF-Datei vorgenommen werden sollten. Farben Das JPG-Format verarbeitet eine Farbtiefe von 24Bit, kann also 16,7 Millionen Farben speichern. Die Wahrscheinlichkeit, daß die beabsichtigte Farbe in ihrem Originalton dargestellt wird ist dementsprechend hoch. Jedoch verarbeiten unterschiedliche Browser das JPG-Format in unterschiedlichen Routinen, so daß ein und dasselbe Bild im Netscape Navigator anders aussehen kann als im Internet Explorer. Trotzdem sollten Fotos grundsätzlich im JPG-Format präsentiert werden. Kleine Dateien mit wenig Farben sollten allerdings im GIF-Format (s.u.) gespeichert werden, da JPG immer 16,7 Millionen Farben speichert und keine Anpassung der Farbpalette möglich ist. Progressive JPEG Progressive JPEG bedeutet, daß die Bilder während des Ladevorgangs erst in einer groben Vorschau dargestellt werden, die sich nach und nach verfeinert.

GIF (Graphics Interchange Format)
Das GIF-Format wurde entwickelt, um Grafiken schnellstmöglich über Datenleitungen zu übertragen. Die Angabe GIF89a, wie sie in einigen Bildbearbeitungsprogammen zu finden ist, läßt Rückschlüsse auf das Entwicklungsjahr des Formats zu.

Kompression
Der LZW-Kompressionsalgorythmus (Lempel, Ziff, Welch) des GIF-Formats gewährleistet eine starke Kompression unter minimalem Qualitätsverlust. Der Algorythmus basiert auf einer Lauflängenkodierung. Anstatt alle Bits der Datei einzeln abzuspeichern, wird nur die Anzahl der aufeinanderfolgenden Reihen gleicher Bits gespeichert. Nur exakt gleiche Farbwerte werden kombiniert, so daß die Kompression verlustfrei geschieht. Im Gegensatz zur JPEG-Kompression bieten sich dementsprechend für die Speicherung im GIF-Format Bilder an, die große, einfarbige Flächen enthalten.

Transparenz
Ein großer Vorteil des GIF-Formats ist die Zuweisung von Transparenzen. Es ist möglich, einer Farbe eines Bildes das Attribut Transparenz zuzuweisen. Diese Farbe wird in diesem Bild nicht dargestellt, sondern die jeweiligen Pixel sind durchsichtig. Transparenzen erlauben die optimale Anpassung von Grafiken an den Hintergrund. Interlaced Analog zum Progressive JPEG gibt es auch für das GIF-Format die Möglichkeit, zunächst eine grobe Vorschau des Bildes anzuzeigen, welche sich dann Zeile für Zeile feiner aufbaut. Diese Option nennt sich Interlaced.

Animation
Ein wesenticher Vorteil des GIF-Formates ist seine Fähigkeit, mit einfachsten Free- und Shareware Programmen zu animierten Sequenzen zusammengefügt werden zu können. Diese Programme erlauben es, eine beliebige Anzahl von GIF-Bildern mit einer definierten zeitlichen Verzögerung aneinanderzureihen, so daß eigene kleine Filme generiert werden können.

Farbpaletten
Das GIF-Format ist auf einen Einsatz mit maximal 256 Farben beschränkt, die in einem Byte pro Pixel definiert werden können. Farben, die in Bildern mit mehr als 256 Farben enthalten sind, werden durch Rasterung simuliert. Hierbei kann es zu Farbverfälschungen und Pixeleffekten kommen. Gleiches geschieht bei der Reduzierung der Farben von 256 auf eine geringere Anzahl. Moderne Bildbearbeitungssoftware liefert aber komfortable Vorschau-Optionen, so daß das voraussichtliche Ergebnis vor Anwendung der Kompression und Farbenreduzierung begutachtet werden kann. Die Palette, die die Farben der Datei enthält wird im GIF-Format mitgespeichert. Auf diese Weise enthält jede GIF-Datei ihre eigene Farbpalette, die in guten Bildbearbeitungsprogrammen individuell zusammengestellt werden kann. Für die Farbpaletten exisitieren mittlerweile Standards, deren Kenntnis dem Webdesigner hilft, seine Grafiken so zu formatieren, daß sie die Mehrzahl der Internetsurfer in den beabsichtigten Farben sehen können. CLUT-Palette (Color Lookup Table oder Netscape Safe Browser Palette) In der CLUT-Palette werden 40 Farben für das System reserviert, so daß 216 Farben für das Bild übrig bleiben.

Adaptive-Palette
Das Bild wird auf seine Farbtiefe analysiert und die Anzahl der Farben der Palette auf die minimale Anzahl der Farben im Bild reduziert. Jedoch werden Bilder, die 65.000 Farben enthalten auch auf 256 Farben reduziert. Es entsteht eine möglichst hohe Ähnlichkeit der Farben zum Original.

Web Snap Adaptive Palette
Die Web Snap Adaptive Palette ist ein Kompromiß zwischen der CLUT- und der Adaptive-Palette. Farben in der Adaptive Palette, die innerhalb einer Toleranz Farben aus der CLUT-Palette entsprechen, werden durch diese ersetzt, um eine möglichst hohe Browser-Kompatibilität bei gleichzeitig optimierter Farbwiedergabe zu erzielen.

Palettenkollision
Die Darstellung von Grafiken, die 256 oder mehr Farben enthalten ist heute bei mehr als 90% der Heimanwender kein Problem mehr. Die meisten Heim-PCs sind in der Lage mindestens 65.000 Farben bei einer Auflösung von 800x600 Pixeln darzustellen. Schwierigkeiten haben lediglich PC-Nutzer, die diese Möglichkeit nicht haben und meistens in Firmen, öffentlichen Einrichtungen oder Schulen sitzen. Der Trend geht jedoch eindeutig dahin, daß Hardware, die nur weniger als 65.000 Farben wiedergibt von der Bildfläche verschwindet. Sollten jedoch vereinzelt Grafiken auf Rechnern dargestellt werden, die nur 256 Farben verarbeiten kommt es schnell zu Palettenkollisionen. Der Computer kann nur mit der vorgegebenen Farbpalette arbeiten. Daß diese Palette nicht unbedingt der zugewiesenen Palette des Bildes entspricht, liegt auf der Hand.

Quellen und Links
LinksInternet Magazin
LinksCLUT-Palette bei www.killersites.com
LinksTips von Adobe
LinksOptimierung von Grafiken


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