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Farben - Wahrnehmung
Farbe
als Ordnungsmittel
Farbe kann ein ein Hilfsmittel sein, Ordnung in bildnerische Gestaltungen
zu bringen. Die Farben werden einerseits nach emotionalen Vorlieben
und Abneigungen ausgewählt, andererseits in der Gestaltung ohne
strengen Bezug zur Wirklichkeit als Gliederungs bzw. Unterscheidungsmittel
eingesetzt.
Typisierungen
Dieser Einsatz beruht auf Typisierungen, die bereits als Kind
entwickelt wurden: die Baumkrone ist grün - Welches Grün dem natürlichen
Eindruck entspricht, ist nicht entscheidend, wichtig ist, daß
der Eindruck »Grün« in größtmöglicher Prägnanz sichtbar wird.
Der Stamm ist braun, obwohl dies in der Natur nur in seltenen
Fällen zutrifft. Das Kind wählt zur eindeutigen Identifizierung
ein möglichst prägnantes Braun. Die Wolken sind blau, obwohl das
eigentlich die Farbe des klaren Himmels ist usw. Wir finden ein
analoges Phänomen in der Entwicklung der Kinderzeichunung bei
der Tendenz zur größtmöglichken Richtungsunterscheidung: das Kind
malt seine ersten Bäume mit senkrechtem Stamm und rechtwinklig
angesetzten Ästen. Diese Typisierungen müssen zunächst akzeptiert
werden.
Umweltwahrnehmung
Dabei ist es durchaus im Sinne einer zunehmend genauen Umweltwahrnehmung,
wenn es später eine möglichst differenzierte GrünPalette mischen
kann. Daß ein Bild mit vielen GrünNuancen von vielen als hübscher
empfunden wird als eines mit undifferenziertem 'knalligem' Grün,
liegt an unseren an der Natur orientierten Wahrnehmungsgewohnheiten.
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